Wir verbinden Forschung, Praxis und gesellschaftliche Verantwortung
Das zeichnet uns aus
Das gemeinnützige Institut für Kommunikations- und Prüfungsforschung verfügt über ausgewiesene Expertise in der Entwicklung, Implementierung und Evaluation kompetenzorientierter Lehr- und Prüfungsformate für die Aus-, Fort- und Weiterbildung in den Gesundheitsberufen. Als interdisziplinäres Forschungs- und Kompetenzzentrum verbindet das Institut wissenschaftliche Forschung mit anwendungsorientierter Entwicklungsarbeit und leistet damit einen Beitrag zur nachhaltigen Stärkung von Versorgungsqualität und Patientensicherheit.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Gestaltung innovativer, evidenzbasierter Ansätze in den Bereichen Lehre, Prüfung und Kommunikation, die den Anforderungen eines zunehmend interprofessionellen Versorgungssystems gerecht werden. Das Institut begleitet seine Kooperationspartner bei der Konzeption und Durchführung komplexer Lehr- und Prüfungssettings, unterstützt die praktische Umsetzung und trägt zur kontinuierlichen Qualitätsentwicklung in der Bildungslandschaft der Gesundheitsberufe bei.
Darüber hinaus initiiert und begleitet das Institut wissenschaftliche Forschungsprojekte und fördert den fachlichen Austausch durch Kongresse, Publikationen und gezielte Fördermaßnahmen. Auf diese Weise trägt es aktiv zur Weiterentwicklung moderner Bildungs-, Prüfungs- und Kommunikationsstrukturen im Gesundheitswesen bei.

Prof. Dr. Jana Jünger, MME
Geschäftsführerin, Wissenschaftliche und Ärztliche Leitung
„Eine besondere Stärke liegt in der engen Verbindung von wissenschaftlicher Expertise und technologischem Know-how. Durch die Zusammenarbeit von Forschung, Entwicklung und Training sowie institutseigener IT können Anforderungen schnell, präzise und innovativ umgesetzt sowie maßgeschneiderte Lösungen entwickelt werden, die wissenschaftliche Qualität mit didaktischer und praktischer Anwendbarkeit verbinden.“
Hintergrund
Kompetenzbasiertes Lernen und Prüfen gewinnt in der Aus-, Fort- und Weiterbildung der Gesundheitsberufe national und international zunehmend an Bedeutung. Beispielhaft hierfür stehen Lernzielkataloge wie der Nationale kompetenzbasierte Lernzielkatalog in der Medizin (NKLM), die eine strukturierte, kompetenzorientierte Ausrichtung von Lehre und Prüfungen unterstützen. Parallel dazu rückt die interprofessionelle Zusammenarbeit verschiedener Gesundheitsberufe stärker in den Fokus und muss in geeigneten Prüfungsformaten abgebildet werden.
Besonders die kommunikative Kompetenz – insbesondere die professionelle Gesprächsführung mit Patientinnen und Patienten sowie im interprofessionellen Team – stellt eine zentrale Schlüsselqualifikation dar. Entsprechend fordern auch regulatorische Rahmenwerke wie die Ärztliche Approbationsordnung (ÄApprO) sowie vergleichbare Vorgaben in anderen Gesundheitsberufen die systematische Vermittlung, Prüfung und Integration von Kommunikationskompetenzen in Ausbildung und Prüfung.
Übersicht
Zur Bewältigung der wachsenden Anforderungen an kompetenzbasierte Ausbildung und Prüfung in den Gesundheitsberufen bedarf es der wissenschaftlichen Entwicklung, kontinuierlichen Weiterentwicklung, Implementierung und Evaluation innovativer Lehr- und Prüfungsformate. Im Zentrum der Institutsarbeit steht dabei die Entwicklung und Qualitätssicherung kompetenzbasierter Konzepte für die Aus-, Fort- und Weiterbildung in einem zunehmend interprofessionell geprägten Versorgungssystem.
Die erfolgreiche Umsetzung dieser Aufgaben setzt eine breit aufgestellte, international vernetzte Zusammenarbeit von Institutionen im Gesundheitswesen voraus. Durch den systematischen Austausch von Expertise sowie die Bündelung von Ressourcen können innovative Ansätze gemeinsam entwickelt, erprobt und nachhaltig in Ausbildung und Versorgungspraxis integriert werden.
Forschung in den Bereichen Prüfung und Kommunikation
- Leistungserfassung und -bewertung
- Prüfungsformate und Lehrmethoden
- Wissenschaftliche Begleitforschung zu Innovationen in Lehre und Prüfung
Entwicklung, Implementierung und Qualität von Prüfungen
- Entwicklung kompetenzbasierter Prüfungsformate
- Integration kommunikativer und interprofessioneller Kompetenzen in Prüfungen
- Qualitätssicherung und Evaluation von Prüfungen
- Unterstützung bei der Durchführung komplexer Prüfungen
Tools zum Einsatz in Lehre und Prüfung
- Entwicklung von Werkzeugen zur Prüfungserstellung, -durchführung und -auswertung
- Gestaltung standardisierter Workflows für Prüfungsprozesse
- Technische Lösungen zur Qualitätssicherung
- Unterstützung bei der praktischen Implementierung digitaler Systeme
Kooperation und wissenschaftliche Vernetzung
- Ausbau und Weiterentwicklung eines nationalen und internationalen Kooperationsverbundes
- Zusammenarbeit mit Universitäten, Kliniken, Fachgesellschaften und weiteren Institutionen
- Förderung des interdisziplinären und interprofessionellen Austauschs
- Bündelung von Ressourcen und Expertise
- Initiierung gemeinsamer Projekte
Qualifizierung in Lehre und Prüfung
- Konzeption institutionsübergreifender Curricula
- Schulungen zur Entwicklung von Gesamtprüfungsprogrammen
- Schulungen zur didaktischen Konzeption, Implementierung und Evaluationen von Prüfungen und (kompetenzorientierten) Prüfungsformaten (z.B. EPA, OSCE, SMP, MC, etc.)
- Trainingsprogramme zur Förderung kommunikativer und interprofessioneller Kompetenzen
Schwerpunkt: Kommunikation
Kommunikation – sowohl in Bezug auf die Beziehung zwischen Arzt bzw. Ärztin und Patien:in als auch auf die interprofessionelle Zusammenarbeit – hat relevante Effekte in der Behandlung von Patient:innen. Inzwischen sind diese zahlreichen Effekte bekannt:
Gute Kommunikation
- … verbessert die Beziehung und den Vertrauensaufbau zwischen Patient:innen und ihren Behandler:innen
- … hat positive Effekte auf subjektive und objektive Gesundheitsindikatoren
- … beeinflusst Behandlungserfolge in positiver Weise
- … beugt Missverständnissen und in der Folge Behandlungsfehlern vor
- … erhöht die Zufriedenheit der Patient:innen
- … erhöht in der Konsequenz die Compliance der Patient:innen
- … verbessert die Effizienz und Qualität koordinierter, interprofessioneller Zusammenarbeit
- … fördert ein positives Arbeitsumfeld.
Gute Kommunikation will jedoch erlernt sein. Das Institut für Kommunikations- und Prüfungsforschung unter der Leitung von Prof. Dr. med. Jana Jünger setzt sich seit über zwei Jahrzehnten für die Integration von Kommunikationsinhalten und kommunikationsbezogenen praxisrelevanten (Trainings-)Methoden in die Aus-, Fort- und Weiterbildung bzw. Prüfungen von Gesundheitsberufen ein.
„[Wir wissen heute], wie heilend und heilungsunterstützend eine gute Arzt-Patient-Beziehung wirken kann und wie wir selbst über unsere Kommunikation mit den Patientinnen maßgeblich zum Heilungsprozess beitragen können.“
Ankerlinks für mehr Informationen
Medien & Interviews
„Wie Ärzt*innen Empathie lernen“
WDR-Doku I Bild: WDR
„Hiobsbotschaften – Wie Ärzte um die richtigen Worte ringen“
Das Erste – Dokumentation & Reportage I Bild: WDR
10.03.2022
Esanum: Gesprächsführung in Klinik und Praxis: Nett sein allein genügt nicht
16.07.2021
medhochzwei: Prof. Jana Jünger über die Zukunft der Ausbildung in den Gesundheitsberufen
07.08.2020
IGPmagazin: „Nein sagen können Sie immer noch“
https://www.igp-magazin.de/nein-sagen-koennen-sie-immer-noch/
August 2020
LebensBlicke – Stiftung Früherkennung Darmkrebs: Berufsgruppenübergreifende Ausbildung
https://www.lebensblicke.de/wp-content/uploads/2020-08-Interview-Prof.-Jana-Juenger-final-1.pdf
29.02.2016
Deutschlandfunk Kultur: „Kommunikationstraining für Ärzte: Empathie lässt sich lernen“
Publikationen (in Überarbeitung)
Originalbeiträge als Erst- und Letztautorenschaften
- Teichgräber U, Ingwersen M, Sturm MJ, Giesecke J, Allwang M, Herzog I, von Gierke F, Schellong P, Kolleg M, Lange K, Wünsch D, Gugel K, Wünsch A, Zöllkau J, Petruschke I, Häseler-Ouart K, Besteher B, Philipp S, Mille U, Ouart D, Jünger J; Jena Planetary Health Collaboration Group. Objective structured clinical examination to teach competency in planetary health care and management – a prospective observational study. BMC Med Educ. 2024 Mar 19;24(1):308. doi: 10.1186/s12909-024-05274-9. PMID: 38504289; PMCID: PMC10953132.
- Flägel K, Manke M, Zimmermann K, Wagener S, Pante SV, Lehmann M, Herpertz SC, Fischer MR, Jünger J. Planetare Gesundheit als übergreifendes Thema für die Qualifikation zur digitalen Lehre – ein Projektbericht. GMS J Med Educ 2023; 40(3): Doc35 (20230515)
- Demmer I, Schneider A, Selgert L, Brünahl C, Baum E, Bergmann A, Ehrhardt M, Streitlein-Böhme I, Hummers E, Jünger J. Prüfen in der Allgemeinmedizin – Staatsexamina im ambulanten hausärztlichen Setting [Examining in General Practice: Licensure Examinations in a General Practice Setting]. Gesundheitswesen. 2023 Mar;85(3):203-208. German. doi: 10.1055/a-1553-3962. Epub 2021 Sep 24. PMID: 34560803.
Originalbeiträge als korrespondierende Autorenschaften
- Grieco F, Parisi S, Simmenroth A, Eichinger M, Zirkel J, König S, Jünger J, Geck E, Schwienhorst-Stich EM. Planetary health education in undergraduate medical education in Germany: results from structured interviews and an online survey within the national PlanetMedEd Project. Front Med (Lausanne). 2025 Feb 11;11:1507515. doi: 10.3389/fmed.2024.1507515. PMID: 40007820; PMCID: PMC11851124.
- Schwienhorst-Stich, E.-M.; Kropff, D.; Kersken, K.; König, S.; Leutritz, T.; Parisi, S.; Schlittenhardt, C.; Schmid, J.; Simmenroth, A.; Jünger, J.; Zirkel, J. The elective planetary health: Climate, environment and health at the faculty of medicine in Würzburg: Concept, didactic methods and evaluation results. Z Evid Fortbild Qual Gesundhwes 2024, Online ahead of print.
- Siegle A, Unsöld L, Deis N, Krug K, Bossert J, Krisam J, Jung C, Jünger J, Wensing M, Thomas M, Villalobos M. Communication with patients with limited prognosis-an integrative mixed-methods evaluation study. Support Care Cancer. 2022 Dec 22;31(1):77. doi: 10.1007/s00520-022-07474-9. PMID: 36547732; PMCID: PMC9780125.
Buchbeiträge
- Jünger J. Professionsentwicklung: Wie kommen Leitlinien stärker in die medizinische Ausbildung, Weiterbildung und Fortbildung? (Hrsg.) Versorgungs-Report Leitlinien – Evidenz für die Praxist. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft (Berlin). 310 Seiten; kart.; 2023. ISBN 978-3-95466-800-7.
- Jünger J, Gornostayeva M. Die Zukunft der interprofessionellen Zusammenarbeit beginnt schon in der Ausbildung Jens. Baas (Hrsg.) in Perspektive Gesundheit 2030. (S.263 ff) 2021; SBN: 978-3-95466-605-8
- Jünger J, Niroomand F. Warum die Integrierte Versorgung in der Ausbildung beginnen sollte – und was damit erreicht werden kann Hildebrandt/Stuppardt (Hrsg.) in: Zukunft Gesundheit – regional, vernetzt, patientenorientiert. (S. 275ff) 2021; ISBN: 978-3-86216-846-0
Buchherausgabe
- Jünger J, Bertram W, Brass K, Mutschler A, Nagel E (Hrsg.): Heilkunst reloaded – Medizingeschichte(n) von Entdeckergeist, Mut und Gestaltungskraft. Medizinische Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Berlin, in Arbeit.
- Jünger J (Hrsg.): Ärztliche Kommunikation. Praxisbuch zum Masterplan Medizinstudium 2020. 1. Auflage. Schattauer Verlag, Stuttgart 2018.
- Jünger J, Nikendei C. (Hrsg.): Kompetenzzentrum Prüfungen in der Medizin: OSCE Prüfungsvorbereitung Notfallmedizin. Thieme Verlag, Stuttgart 2012.
info@cares.institute

